Ein Bündnis gegen die Not

Ein Bündnis gegen die Not

Wirtschaftsminister Aiwanger möchte ein “Halbleiter-Bündnis” gründen und so neue Synergien in der Chipbranche schaffen. Die Idee stößt auf ein geteiltes Echo.

“Ich dachte, ich falle vom Stuhl”, sagt dazu der FDP-Landtagsabgeordnete Albert Duin. Konkurrenten, die gemeinsam auf dem Markt einkauften und ihre Preise miteinander teilten: “Das ist ein Kartell” – und Kartelle seien aus gutem Grund verboten. Wenn er, Duin, seinen Unternehmerkollegen so etwas vorschlage, “sitzen wir alle im Knast”. Was Aiwanger stattdessen gegen den Chipmangel unternehmen solle? “Er soll als Politiker aufhören und einen Handel mit Halbleitern aufmachen”, sagt Duin. “Es wird Zeit, dass er zurücktritt.” Auch von den Firmen, die zu den Gesprächsrunden mit Aiwanger eingeladen waren, scheinen bislang nicht alle von den Plänen überzeugt zu sein. Ein Unternehmensvertreter berichtet am Telefon, man zweifle noch, ob die Ankündigungen “substanziell” seien oder “eine PR-Nummer”.

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